Wilfried Dunckel

Am Meer

Wilfried Dunckel hat die längste Zeit seines Lebens in Hamburg verbracht. Schon immer hat es ihn in seiner Freizeit nach Nordfriesland gezogen. Früh schon erkundete er mit dem Seekajak die Halligwelt Wattenmeer und war begeistert von der Schönheit und Einzigartigkeit dieser Landschaft. Schon damals war die Kamera immer dabei. Viele seiner Aufnahmen sind im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer entstanden. Das Meer ist sein Thema. Und so wundert es nicht, dass Wilfried Dunckel erstmalig auf einem Flug nach Kanada vor 25 Jahren die Äußeren Hebriden im Vorbeiflug entdeckt hat. Beim Blick aus dem Flugzeug fielen ihm die karibisch anmutenden Strände und die weithin leuchtenden, großflächigen Sandwatten ins Auge. 2002 erkundete er das erste Mal die faszinierende Inselwelt der Nord-Atlantikküste - mit dabei seine analoge SW Mittelformat-Kamera. Im Juni 2015 bereiste Wilfried Dunckel ein weiteres Mal diese raue, zerklüftete Region im Atlantik, bestehend aus den Inseln Lewis und Harris.

Doch auch der Norden hat es ihm angetan. So war er fotografisch unterwegs in der Arktis, in Kanada, in den skandinavischen Ländern, Irland und Schottland. Durch eigenes Erkunden in der Natur und durch Besuche von Ausstellungen hat sich seine Wahrnehmung auf neue Wege begeben.

Wilfrieds Devise lautet: „Bilder gehören an die Wand“. Kommend aus der analogen SW Fotografie mit einer noch immer intakten Dunkelkammer ist er nunmehr auf die digitale Fotografie umgestiegen. Seine Bilder, früher aus der Entwicklerschale gezogen, produziert er heute mit einem FineArtPrinter selbst. Seine Arbeiten sind regelmäßig in eigenen und Gemeinschaftsausstellungen zu sehen. Wilfried Dunckel ist Mitglied im KunstKlima Eiderstedt, in der Kulturwerkstatt Harburg und in der Gesellschaft für Natur Fotografie e.V. (GDT).

So wird in seiner Fotoausstellung, die im Rahmen der 11. Stapelfelder Fototage eröffnet wird, gleichsam ein Lebensthema sichtbar: „Am Meer“.

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wilfried-dunckel.de


Jürgen Eickmann

Wildbienen

Für sehr lange Zeit war Jürgen Eickmann nicht bewusst, was sich hinter dem Begriff „Wildbienen“ verbirgt. Für ihn waren Wildbienen ausgeschwärmte Honigbienenvölker, die nicht eingefangen werden konnten und nun im Freien leben. Doch die kleinen Flugkünstler interessieren Jürgen immer mehr und so besuchte er ein spezielles Seminar über Wildbienen. Erst jetzt wurde ihm bewusst, wie vielschichtig und artenreich diese Tiergruppe ist.

Seitdem hat er sich in diese Tierchen verliebt. Und was man liebt, möchte man auch schützen. Also begann er vor nunmehr sieben Jahren ein Projekt, zugunsten der dieser Insekten. Er forschte, wirkte im Umweltschutz, gestaltete seinen Garten und fotografiere mit Leidenschaft das Leben der Wildbienen. Er nennt es ein „Mutmacher-Projekt“, denn er will nicht mehr über das Insektensterben, sondern nur noch über das Insektenleben sprechen.

In seinem Vortrag wird er uns die Lebensweise der Wildbienen vorstellen, sowie über seine getroffenen Maßnahmen zum Schutz und zum Gedeihen dieser Tiere berichten. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, andere mit seiner Verbundenheit zu diesen „Bestäubungswundern“ anzustecken. 

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Ira Hilger

Vom Zauber der Pflanzen und Gärten

"Seit ich ein kleines Kind war, habe ich es geliebt, in der Natur zu sein. Ich konnte stundenlang über die angrenzenden Felder streunen oder im Garten verweilen, um im Kleinen das ganz Große zu entdecken."

Diese Faszination ist für die österreichische Fotografin Ira Hilger auch Jahrzehnte später ungebrochen. Nach wie vor ist sie am liebsten vor der Haustür unterwegs und hat mittlerweile auch ihren fotografischen Fokus darauf ausgerichtet: die Garten- und Pflanzenfotografie.

Als naturverbundener und kreativer Mensch liebt sie die herrliche Vielfalt naturnaher Gärten. Unterschiedliche Gartentypen wie zum Beispiel Klostergärten, Schrebergärten oder Schaugärten werden von ihr fotografisch dokumentiert und ins beste Licht gerückt. Den individuellen Charme dieser Kraftplätze einzufangen, ist ihr ein besonderes Anliegen.

Ihr zweiter Schwerpunkt ist die Pflanzenfotografie. Für botanische Freisteller bzw. Illustrationen holt sie einzelne Pflanzen aus dem Garten und der Umgebung in ihr Fotostudio. Von ausgewählten Arten erstellt die Fotografin umfassende Pflanzenportraits, die die unterschiedlichen Vegetationsstadien im Jahreskreis dokumentieren.

Inspiriert von den Werken des Zoologen Ernst Haeckel und des Fotografen Karl Bloßfeldt sind ihre Arbeiten eine zeitgenössische Interpretation alter botanischer Schautafeln, welche sie mit modernster Studiotechnik gekonnt umzusetzen weiß.

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www.gartenfotografie.at


Dr. Katja Manski

Abstrakt und tierlos - der weibliche Blick in der Naturfotografie?

In ihrem Vortrag geht Katja Manski einer Frage nach, über die man trefflich streiten kann: Fotografieren Frauen anders als Männer? Gibt es einen spezifischen weiblichen Blick in der Naturfotografie, eine besondere Art und Weise, wie Frauen die Natur sehen und abbilden? Und, wenn es diesen gibt, was macht einen solchen Blick aus?

Fest steht, Naturfotografie war lange Zeit vor allem Tierfotografie und es hat eine Weile gebraucht bis auch die Landschafts- und Pflanzenfotografie als „gleichberechtigte“ Sujets galten. Noch etwas länger hat es gedauert bis das „Atelier Natur“ hoffähig wurde. Heute dagegen scheint alles möglich zu sein. Viele Naturfotografierende fotografieren abstrahierend und keine Tiere. Es bleibt allerdings zu klären, warum mehr Frauen Interesse an (und Erfolg mit!) dieser Art der Naturfotografie haben.

Katja fotografiert auch. Natürlich abstrakt und tierlos. Aber sie zeigt, um ihre Thesen über Frauen in der Naturfotografie zu formulieren, nicht nur ihre Fotos, sondern lädt ein zu einer Rundumschau auf der Suche nach dem weiblichen Blick.

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Michael Radloff

Im Reich der Wildkatze

Auf leisen Pfoten streifen Wildkatzen durch die Wälder. Dabei sind sie extrem heimlich und scheu. Deshalb bekommt man Wildkatzen in freier Wildbahn nur äußerst selten zu Gesicht. Michael Radloff hatte das Glück, in seiner Thüringer Heimat, diesen scheuen Waldgeistern öfter zu begegnen.

Die erste Begegnung mit diesem faszinierenden Wildtier liegt inzwischen über 10 Jahre zurück, seitdem sind viele einmalige und unvergessliche Erlebnisse dazugekommen. Michael Radloff hat sein „Projekt Wildkatze“ daraus gemacht und arbeitet ständig an neuen Ideen und deren Umsetzung. Dazu zählt auch seit 3 Jahren der Einsatz von Kamerafallen. In seinem Vortrag wird sie Michael Radloff auf einen Streifzug in das Revier der Wildkatzen mitnehmen und einen Einblick in seine Arbeit der letzten Jahre geben.

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www.naturfotografie-radloff.de


Willi Rolfes

Ahlhorner Fischteiche – Eingebettet zwischen Urwald und Geest

Seit Jahren arbeitet Willi Rolfes daran, das Naturerbe seiner Heimat zu fotografieren und in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Andreas Kathe einem breiten Publikum mit Büchern und Ausstellungen von der Bedeutung und Schutzbedürftigkeit zu berichten.

Sein jüngstes Projekt widmet sich einem kleinen, aber sehr vielschichtigem Naturraum. Zwischen Oldenburg und Osnabrück, zwischen Cloppenburg und Wildeshausen, liegt dieser besondere, vielen unbekannte Flecken Erde: Die Naturschutzgebiete "Ahlhorner Fischteiche" und "Urwald Baumweg" sind ein Naturerbe von großer ökologischer Bedeutung und mit hohem Schutzstatus.

Nordwestlich des Autobahndreiecks Ahlhorner Heide erstreckt sich das etwa 2.400 Hektar große Gebiet mit Naturschutzzonen, einem ökologisch bedeutsamen Hudewald und vielen Teichanlagen in einem Gelände, das zum Wandern einlädt und zum Staunen über die Vielfalt der Natur. Das vom Forstamt Ahlhorn der Niedersächsischen Landesforsten betreute Gebiet der Ahlhorner Fischteiche ist ein Schatz abseits der großen städtischen Zentren und unseres hektischen Alltags. Es steht für eine Jahrhunderte alte Kultur der Hege und Pflege eines einzigartigen Naturerbes.

In seinem Vortag nimmt uns Willi Rolfes mit in diese alte Kulturlandschaft zu Schellente, Baummarder und Libelle, aber auch zu den Menschen, die heute das Gebiet pflegen.

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Dr. Andreas Schüring

Turmfalken im Jahreszyklus

Andreas Schüring ist seit seiner frühen Jugend als Naturschutzaktivist in Sachen Artenschutz unterwegs. Seit einigen Jahren versucht er über die Fotografie die Faszination Natur zu transportieren, wobei er sich hier nur als Vermittler sieht, seine Protagonisten als Botschafter des Artenschutzes beschreibt. Falken gehören für ihn zu den charismatischen Arten, frei nach Herbert von Karajan, der einmal treffend bemerkte: "Maybe in my next life, I'll come back as a falcon."

Vielleicht ist das Geheimnis ihre unglaubliche Schönheit gepaart mit Eleganz. Ihnen nahe zu sein ohne ihre Sphäre zu stören, ein hehrer Wunsch? Ein Zufall öffnete ihm die Tür, als ein Turmfalkenpaar in einem von ihm installierten Schleiereulenkasten einzog. Die taffen kleinen Jäger hatten mit ihrem Mut und ihrer Schnelligkeit den Jäger der Nacht dominiert. Doch das Projekt gestaltete sich schwieriger als vermutet. Dem Auge eines Falken entging wirklich nichts, die Schnelligkeit ihrer Datenverarbeitung ist einfach gigantisch, Schüring weiß, Falken nehmen 150 Bilder in der Sekunde noch als Einzelbilder wahr. Ihm war klar, diese Überlegenheit der Sinne ließ sich nur mit Geduld überwinden. Seine nüchterne Erkenntnis: ich muss als Beobachter ein unbedeutender Teil ihrer Umwelt werden. Nur so gelang es ihm schließlich über Jahre, die Welt der Falken fotografisch zu dokumentieren. Er beurteilt sein Equipment gegenüber seinem ausgeprägten Sitzfleisch und seiner guten Tarnung als untergeordnet. Ja, und sicher nicht unwichtig sieht er seine kindliche Neugier an allem was sich bewegt.

Im Laufe der Jahre wurde er regelrecht süchtig nach diesen Vögeln, denen er in Scheunen auf den Fersen blieb, auf den Kirchturm folgte und sie beim Jagen beobachtete. Und manchmal konnte er das Gesehene auf den Chip bannen. „Doch nicht das Bild sondern der Falke selbst ist das, was fasziniert“, sehen Sie selbst.

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Jörg Stemmler

Graue Halden, grüne Täler - Tierfotografie im Mansfelder Land

Das Mansfelder Land am südöstlichen Harzrand ist geprägt von grauen Abraumhalden und unzähligen Windrädern. Erst auf den zweiten Blick nimmt man die wunderschönen grünen Täler der Flüsse und Bäche wahr, die sich in Millionen von Jahren in die Landschaft gegraben haben. Hier ist der Tierfotograf Jörg Stemmler seit vielen Jahren mit seiner Kamera unterwegs. In einer Region, in der nicht erst seit dem Klimawandel ein fast mediterranes Klima herrscht, trifft er auf eine einzigartige Vogelwelt. So brüteten hier schon vor über 30 Jahren die ersten Bienenfresser. Heute leben die bunten Gesellen in guter Nachbarschaft mit Pirol, Wendehals und mit etwas Glück auch mit dem Wiedehopf. In seinem Vortrag gibt Jörg Stemmler Einblicke in diese bunte Vogelwelt. Dabei lässt er auch hinter die Kulissen blicken und gibt Tipps zum Bau von Verstecken.

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www.naturfoto-stemmler.de


Jan Vermeer

Pilze

Viele Jahre lang hat sich Jan Vermeer hauptsächlich auf die Tier- und Vogelfotografie konzentriert und Pilzen kaum Beachtung geschenkt. In seiner holländischen Heimat ist der Raum sehr begrenzt. So war es ein großes Glück, als er 2019 mit seiner Familie ein kleines Haus kaufen konnte, das jedoch einen riesigen Garten hat und zudem neben einem großen Naturschutzgebiet liegt.

In diesem Garten bemerkte er im ersten Jahr, in dem er dort lebte, sehr viele Pilze. Also begann er in seinem Garten damit, Pilze zu fotografieren. Es gelangen erste gute Bilder, und er beschloss, in den Wäldern der Umgebung nach weiteren Arten zu suchen.

Während seiner „Pilzreise“ begeisterte er sich immer mehr für dieses einfache Thema. Wenn man Spaß an der naturfotografischen Arbeit hat und die Bilder immer besser werden, ist es Zeit für den nächsten Schritt. Er verbrachte Tage, Wochen und sogar Monate damit, die besten Arbeiten auszuwerten. Schließlich wurden seine Bilder von Pilzen weltweit veröffentlicht, darunter auch in National Geographic. Sein nächster Schritt bestand darin, ein Buch über Pilze zu veröffentlichen, das in niederländischer Sprache und in internationaler Fassung vorliegt. Jan wird uns in seinem Vortrag von seiner fotografischen Arbeitsweise und der Entwicklung seines Projektes berichten.

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www.janvermeer.nl


Sandra Westermann

Künstlerische Naturfotografie - Natur im Detail

Die Fotografie bietet unglaublich viele Möglichkeiten, ein Motiv abzubilden. Die eigentliche Bildidee entsteht dabei im Kopf, aber vor allem durch das aufmerksame Beobachten und Wahrnehmen der Natur. Bunte Gräser, die unscheinbar im dunklen Moorwasser schwimmen. Ein Lichtstrahl, der durch den Wald fällt oder eine einfache gefrorene Pfütze, die mit den schönsten Mustern im Morgenlicht glänzt.

Sandra Westermann fotografiert die meist kleinen und oft unscheinbaren Dinge der Natur. Sie spielt dabei mit Schärfe und Unschärfe, Licht und Schatten und Farben und Linien. Dadurch entstehen Bilder, die alltäglichen Motiven plötzlich eine Bedeutung geben und zeigen, wie faszinierend die Natur im Detail sein kann. In ihrem Vortrag berichtet Sandra über ihre Herangehensweise, über das Suchen und Finden von Motiven und Bildideen sowie deren fotografische Umsetzung.

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www.sandrawestermann.com