Die Referenten

Dr. Martin Feltes

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Gekreuzigte Schöpfung – Ökologie im Spiegel von Fotografie und Malerei

Martin Feltes ist Kunsthistoriker. Sein besonderes Interesse gilt dem Spannungsfeld von Kunst und Fotografie sowie der Inspiration, die von der Natur ausgeht.

In seinem Vortrag wird die Ökologie nicht nur im Spiegel des fotografischen Schaffens, sondern auch anderer Künste wie der Malerei beleuchtet. Dabei geht es um die Frage, ob und in welcher Weise der Umgang des Menschen mit der Natur künstlerisch reflektiert wird.

www.ka-stapelfeld.de

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Willi Rolfes

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daSein – Wie ein Baum

Manche Dinge entwickeln sich weiter, wachsen langsam und beständig wie ein Baum. So auch die Idee zu dieser Fotoausstellung. Sie geht auf eine interdisziplinäre Annäherung an das Baum-Motiv des Stapelfelder Teams Ulrike Kehrer, Heinrich Dickerhoff und Willi Rolfes im vergangenen Jahr zurück. Dabei wurde der Baum von seiner sinnbildlichen Seite her erkundet.

In dem gleichnamigen soeben erschienenen Buch schreibt der Kunsthistoriker Martin Feltes: „Schon immer hat der Mensch eine geheime Verwandtschaft zu dem Baum gespürt. In der Begegnung mit dem Baum spiegelt sich die Sehnsucht, auf einem festen Grund feste Wurzeln zu schlagen, emporzuwachsen, sich wie das Astwerk zu entfalten, Früchte zu tragen und wie ein Baum etwas Einmaliges und Unverwechselbares zu sein. Darüber hinaus versinnbildlicht der Laubbaum im Wechsel der Jahreszeiten auch den Kreislauf des menschlichen Lebens, den Kreislauf des Wachsens, des Aufblühens und des Absterbens. Und wir staunen immer wieder neu über die unerschöpfliche Kraft des Baumes, nach der winterlichen Todesstarre im Frühling zu einem neuen Leben zu erwachen.“

In den Bäumen seiner norddeutschen Heimat hat Willi Rolfes der Symbolkraft des Baumes nachgespürt. Uns begegnen Baumsilhouetten und eindrucksvolle Solitäre ebenso wie Waldgemeinschaften oder Gesten, die wie in einem Spiegel auch etwas von uns Menschen zeigen.

www.willirolfes.de www.ka-stapelfeld.de

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Markus Varesvuo

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Birds in Picture

Der finnische Vogelfotograf Markus Varesvuo entschied sich 2004 seine bisherige Passion der Vogelbeobachtung zu einem Vollzeitberuf zu machen. Ein Jahr zuvor hatte er den internationalen Fotowettbewerb „Wildbird Photographer“ in Großbritannien gewonnen, was ihm den Impuls zu diesem Schritt gab. Seither werden seine Bilder von Vögeln in Zeitschriften auf der ganzen Welt veröffentlicht. Er ist Autor mehrerer Bücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Eine Reihe von Ausstellungen und Vorträge, die auch außerhalb seiner finnischen Heimat gezeigt werden, spiegeln seine bisherige fotografische Arbeit wieder.

Neben seinem sehr umfangreichen Portfolio der Vögel Europas ist Markus bestrebt Bilder zu schaffen, die den Betrachter in die Welt der Vögel versetzen. Ihm geht es nicht so sehr nur um seltene Vogelarten, sondern vielmehr darum, die Menschen auf die Vogelwelt um sie herum aufmerksam zu machen. Es ist ihm ein Anliegen, mit seinen atemberaubenden Naturdokumenten zur Sensibilisierung der Menschen für die Vogelwelt und zum Schutz der Natur beizutragen.

In seinem Vortrag wird Markus von seinem jüngsten Projekt „Birds in Pictures“ berichten. In dem gleichnamigen opulenten Bildband spürt man seine besondere Vorliebe für den nordischen Winter. Die speziellen Lichtbedingungen und Wetterphänomene des nordischen Winters machen seine Bilder so sehenswert.

www.lintukuva.fi

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Anika Börries

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Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur: Bilder aus dem Emsland

Das Nordwestdeutsche Tiefland ist eine Kulturlandschaft, die seit mindestens 2000 Jahren stark durch den Menschen geprägt wurde. Bis vor rund 50 Jahren ermöglichte das menschliche Wirken im nördlichen Emsland ein Gleichgewicht zwischen Natur und Landwirtschaft, das eine hohe Artenvielfalt gewährleistete. Durch den Strukturwandel wurde diese Artenvielfalt inzwischen in kleine Gebiete zurückgedrängt, in denen man jetzt um ihren Erhalt kämpft.

Anika Börries hat in einem der Vogelschutzgebiete den kooperativen Wiesenvogelschutz betreut, der versucht, die betroffenen Landwirte trotz ihrer immensen Sachzwänge für den Naturschutz zu begeistern. Ihr Weg dazu war und ist es, die Schätze, die sie dort sieht, den Landwirten und anderen Menschen über Bilder zugänglich zu machen.

Wir begleiten Anika Börries entlang der Mittelradde ein Jahr durch Acker, Wiesen und Moor. Zwischen den verheerenden Folgen der heutigen Landwirtschaft sucht sie die Schönheit, Vielfalt und Eigenart der emsländischen Landschaft und ihrer Tier- und Pflanzenarten.

www.raddetal.de

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Niall Benvie

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Konzeptionelle Fotografie

Niall Benvie arbeitet seit 25 Jahren in der Umweltkommunikation als freier Fotograf, Schriftsteller, Designer und Guide. Er hat sich international einen Namen gemacht, da er seine Art der Naturfotografie kreativ weiterentwickelte und heute mit ausgereiften und nachdenklich stimmenden Konzepten begeistert. Er hat mit zahlreichen internationalen Bildungsinitiativen wie Wild Wonders of Europe und Meet Your Neighbours zusammengearbeitet. Niall ist Autor von fünf Büchern über Fotografie und Naturgeschichte. Zudem hat er hunderte Artikel zu diesen Themen veröffentlicht. Zwischen seinen Auftragsarbeiten veranstaltet Niall Fototouren mit seiner Frau Charlotte. Derzeit entwickeln sie ein Programm von "fotografischen Auszeiten" in der Nähe ihrer Post-Brexit-Basis in Zentralfrankreich.

In seinem Vortrag, der für sowohl für Hobbyfotografen als auch für Profis gemacht ist, wird Niall auf die Herausforderung eingehen vor die jeder professionelle Fotograf gestellt ist. Wie kann man in einem Zeitalter der visuellen Übersättigung seinen eigenen fotografischen Ideen nachgehen und damit erfolgreich sein. Insbesondere wenn die Zeit und das Geld für die Umsetzung zunehmend limitiert ist. Er wird auch auf die Ursprünge seiner Ideen sowie die Vorteile des Teilens im kreativen Bereich sprechen und mit Beispielen belegen. Im letzten Teil seiner Präsentation wird er mit uns über die "Echtheit der Unvollkommenheit" und die Nützlichkeit von Konzepten bei der Betrachtung der Naturfotografie sprechen.

www.niallbenvie.com

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Christoph Kaula

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Der Habichtskauz – EIn Urwaldbewohner kehrt zurück

Seit dem 20. Jahrhundert gilt der Habichtskauz in Österreich als ausgestorben. Durch eine gezielte Wiederansiedelung soll eine Anbindung des Vorkommens in Deutschland an die verbleibenden Populationen in Mitteleuropa ermöglicht werden. In seinem Vortrag wird Christoph Kaula das Projekt weiter erläutern und von seinen eigenen Erfahrungen mit den Eulen berichten: Vom ersten Kontakt durch ein Praktikum bis zu intensiven Stunden auf der Suche nach dem Habichtskauz im tiefsten Winter.

Als leidenschaftlicher Ornithologe befasst sich Christoph Kaula im Rahmen seines Studiums mit der Wiederansiedlung des Habichtskauzes. Er zeigt in seinem Vortrag eindrucksvoll auf, wie Naturschutz und Naturfotografie eine gelungene Symbiose bildet.

www.habichtskauz.at www.impressionenjaeger.de

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Sebastian Hennigs

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Brandenburgs Tafelsilber

Monotone Kiefernwälder, ausgedehnte Spargelfelder und zahlreiche Windräder - Brandenburg ist für viele Naturfotografen kein Traumziel. Doch es gibt auch ein anderes Brandenburg, das berühmt ist für kristallklare Seen, versteckte Moore und urige Buchenwälder. In dem großen Naturparadies vor den Toren Berlins lassen sich noch Kraniche, Adler und Störche beobachten. Auf den extensiv genutzten Wiesen entwickelt sich im Sommer eine Blütenpracht, die viele, teilweise selten gewordene Insekten anlockt. In den zahlreichen Feuchtgebieten leben noch die sonst überall selten gewordenen Rotbauchunken und Laubfrösche.

Als ausgebildeter Fotograf und studierter Geowissenschaftler bringt Sebastian ideale Vorrausetzungen für seine heutige Tätigkeit als freiberuflicher Bildjournalist mit. Ihm ist es ein besonders Anliegen mit seinen von hoher Fachkenntnis geprägten Arbeiten zum Naturschutz beizutragen.

www.hennigs-photography.de

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Angelika Borkenstein, Dr. Reinhard Jödicke

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Libellenfotografie zwischen ästhetischem und dokumentarischem Anspruch

Libellen fehlen in wohl keinem Portfolio von Naturfotografen, denn sie sind wegen ihrer Schönheit und Größe ein ideales Motiv für Nahaufnahmen. Die Referenten erforschen seit einigen Jahren gemeinsam das Verhalten der heimischen Arten und widmen sich ihnen auch fotografisch. Dabei streben sie eine Bilddokumentation in hoher Qualität an. In ihren Bildern kommen die Vielfalt der Arten, ihr Lebenszyklus und ihr Verhalten, aber stets auch ihre Ästhetik zum Ausdruck. Die besonderen Probleme bei der Arbeit mit der Kamera werden geschildert. Anhand von Beispielen wird demonstriert, welch wichtige Rolle der Kameraeinsatz bei ihren Studien spielte.

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Wenche Anita Larsen Dahle

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Höre auf die Stille

Wenche Anita lebt im norwegischen Lauvsnes, nördlich von Trondheim. Direkt am Meer und umrahmt von hohen Bergen und tiefen Fjorden ist die Natur allgegenwärtig. Sie wird uns Bilder aus Norwegen zeigen, die nicht dem Erwartbaren entsprechen. Es sind Bilder die nach Entschleunigung und nach dem inneren Frieden fragen.

In ihrer Präsentation bringt sie uns Fotografien, Worte und Geräusche aus ihrer Heimat mit. Wenche Anita ist davon überzeugt, dass man in der Natur nicht nur die Stille um sich herum finden kann, sondern auch die Stille in sich. Darum geht es ihr.

Sie hat die Natur in vielfältiger Weise mit ihren Bildern interpretiert. Dabei liebt sie es, das Kleine im Großen, das Einfache in der Komplexität und das Licht in der Dunkelheit zu finden.

www.wenchedahle.no

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Sandra Bartocha, Willi Rolfes

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Naturerbe – Goldenstedter Moor

Auf den ersten Blick stellen Sandra Bartocha und Willi Rolfes in ihrem Vortrag das Goldenstedter Moor im Wechsel der Jahreszeiten vor. Es ist ein Naturraum, der zum besonderen Naturerbe des Landkreises Vechta gehört. Nach der industriellen Abtorfung in den vergangenen Jahrzehnten, entsteht hier unter dem Schutzmantel des Niedersächsischen Moorschutzgesetzes, langsam aber stetig eine neue Wildnis in der Kraniche, Libellen, Sonnentau und sogar der Wolf wieder heimisch sind.

Auf den zweiten Blick geht es um Zusammenarbeit in der Naturfotografie. Auch davon wollen die beiden Autoren berichten. Die Schau ist von Sandra Bartocha mit den Bildern von Willi Rolfes für ein Naturschutzzentrum produziert worden. Hier wirbt das Gemeinschaftswerk für den Naturschutz. Die beiden werden einen Einblick in die Entstehung der Schau geben und von ihrer Kooperation berichten.

www.bartocha-photography.com www.willirolfes.de

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Michel Lucas

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HIGH MOORS, breite und vertraute Landschaften

Michel ist ein leidenschaftlicher, holländischer Landschaftsfotograf, der besonders Outdoor-Erfahrungen genießt. Als Biologe begeistern ihn natürliche und wilde Landschaften ohne menschliche Einflüsse. In seinen Bildern schenkt er viel Aufmerksamkeit auf die Zusammensetzung und Stimmung der wilden Natur. Er hat in internationalen Zeitschriften wie „Naturfoto“ Beiträge veröffentlicht und Preise in nationalen und internationalen Fotowettbewerben gewonnen. Er teilt gern seine Leidenschaft und begeistert andere mit Workshops für kleine Gruppen.

Die meisten seiner Bilder werden in zwei Bereichen gemacht: dem „Hatertse Vennen“ in seiner niederländischen heimat und dem Gebiet „HIGH MOORS“ in der Nähe der deutsch-belgischen Grenze. Er hat sein erstes Buch: „HIGH MOORS, breite und vertraute Landschaften“ 2016 veröffentlicht. Das Buch ist in holländischer und englischer Sprache erschienen. Außerdem gibt es einen Begleittext mit einer deutschen Übersetzung. In seiner Präsentation wird Michel uns auf eine Tour entlang der verschiedenen fotografischen Möglichkeiten der „HIGH MOORS“ mitnehmen.

www.michel-lucas.com www.hogevenenboek.com

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